Dass neue Medien bei der Inszenierung von von Phasen selbständigen Arbeitens eine wesentliche Rolle spielen können, unumstritten. Zum einen kann das Testen von Hypothesen mathematischer Zusammenhänge Werkzeugen fast auf Knopfdruck übergeben werden (was natürlich die Kenntnis der ablaufenden algorithmen und Kompetenzen im Umgang der benötigten Funktionen des ausgewählten Werkzeuges voraussetzt). Zum anderen kann die Verwendung "Rechenknecht wie ein CAS" den Schwerpunkt mathematischer Arbeit auf Experimentieren, Modellieren, Arbeiten an den eigentlichen mathem. Grundideen lenken, mehr freiraum geben für das Arbeiten an anwendungsorientieten Problemen, die oft von einer Rechnerischen komplexität ist, die ohne Rechenhilfe per PC sonst nicht zu leisten ist.

Bei den Überlegungen zur Stärkung der Eigenaktivität der Schülerinnen und Schüler und Ändern der Lehrerrolle mehr zum Berater von individuellen Lernprozessen sind für die Mathematik eine Vielzahl von Neuen Medien als "beispielhaft" bewertet worden. Hier wird auf den Arbeitsbereich "Lernen mit Neuen Medien" auf dem NRW-Bildungsserver learn:line verwiesen, in dem Bewertungskriterien für beispielhafte Neue Medien, Bewertungs- und Erfahrungsberichten zu Computeralgebrasystemen u.a. Mathematiksoftware finden.

Je nach Unterichtssituation werden aber auch Tabellenkalulation, kleinere Programme wie z.B. "Kurven" zur interaktiven Erzeugung und Analyse von ganzrationalen Funktionen oder Simulationen, die in Lernumgebungen oder kleinen Hypertexten eingebunden sind, eine Rolle spielen. Erste Konkretisierung auf der Basis wissenschaftlicher Literatur sind in Arbeit. Welche rolle dabei auch kleine interaktive Lern- bzw. Übungssequenzen (Java oder mathView ) spielen können, wird eine wichtige fragestellung sein, die aber sicherlich auch vom jeweiligen Thema abhängt. Weiterhin müssen natürlich Konzepte entwickelt werden, wie die erforderlichen Kompetenzen im Umgang mit solchen Werkzeugen- mit dem PC oder Werkzeugen wie dem TI 92 o.a, ggf. dem WWW erworben werden- bei Schülerinnen und Schülern, ggf. auch bei den Unterrichtenden. (Die organisatorischen/techn. Voraussetzungen zum Einsatz des PC müssen und werden an anderer Stelle miteinbezogen.)

Selbstlernszenarien sind aber nicht zwangsmäßig an den Einsatz neuer Medien durch alle Schülerinnen und Schüler gebunden. Die dahintersteckenden Ideen- z.B. Vorbereiten auf lebenslanges Lernen- fordern eine Unterichtsplanung, die eigenständiges Arbeiten bei offeneren Aufgabenstellungen, Selbstorganisation innerhalb einer Arbeitsgruppe, selbstüberprüfung des gelernten und z.B. weitergabe an andere lernende. Dies sind Ziele, die erst einmal unabhängig vom Einsatz Neuer Medien sind.


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© Monika Schwarze:  2/2000